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America first!?

… ein politisches Statement? – wohl eher ein musikalisch inspirierender Abend, der Musik aus und über die Vereinigten Staaten in den Mittelpunkt stellt.

Programm:

Antonín Dvořák (1841-1904) – Streichquartett F-Dur, op. 96 „Amerikanisches Quartett“
Allegro ma non troppo
Lento
Molto vivace
Finale. Vivace ma non troppo

Andreas Trenkwalder (*1986) – Listen carefully and repeat

Terry Riley (*1935) – Cadenza on the Night Plain

Christian Tschuggnall (*1988) – Trump kicked out of umpt

Sonarkraft⁴
Das Tiroler Streichquartett Sonarkraft⁴ formierte sich 2014 aus Musikern des gemeinsam gegründeten Orchesters Sonarkraft. Der Wunsch zusammen auch Kammermusik zu machen und die Freude am Musizieren selten gespielter Werke sind maßgebliche Faktoren der künstlerischen Arbeit von Sonarkraft⁴.
Sarah Kurz, Lydia Kurz (Violinen), Andreas Trenkwalder (Viola) und Johanna Niederbacher (Cello) musizieren seit dem gemeinsamen Studium in Innsbruck in verschiedenen Besetzungen zusammen.

Infos zu den Werken:

Das Amerikanische Streichquartett zählt wohl zu den bekanntesten und beliebtesten Werken Antonin Dvoraks. Im Jahr 1893 verbringt Dvorak die Sommermonate im kleinen Ort Spillville, 350 Kilometer westlich von Chicago, und schreibt das Quartett innerhalb weniger Tage nieder. Inspiriert von „der neuen Welt“ des Jazz verwandelt Dvorak das klassische Streichquartett in eine groovige Jazzband.

Der US-amerikanische Komponist Terry Riley gilt als einer der wichtigsten Mitbegründer der Minimal Music. Mit einem seiner berühmtesten Werke „In C“ begann 1963 ein neues Kapitel der Musikgeschichte.
Sein Interesse für Spiritualität und die intensive Auseinandersetzung mit Indischer Musik beeinflussen seinen späteren Weg sehr. Wenn auch Riley als der Initiator der Minimal Music angesehen werden darf, kann man ihn heute kaum mehr zur engeren Gruppe der „Minimalisten“ rechnen. Einer eigenen Aussage zufolge fühlte er „zunehmend die Notwendigkeit, (seine) Musik transparenter zu machen, vielleicht auch musikalischer und einfacher, im Gegensatz zu der Tendenz immer komplexerer Raumklänge“.
Riley arbeitet mit vielen Künstlern zusammen und wurde vielfach ausgezeichnet, z.B. für seine Werke für das Kronos Quartett. Für selbiges schrieb er 1984 das Werk „Cadenza on the Night Plain“.
Das Werk enthält Kadenzen für jedes Instrument und besteht aus 13 Abschnitten, die mit zum Teil skurrilen und humorvollen Titeln und Spielanweisungen versehen sind – „March of the Old Timers Reefer Division“, „play with stoned enthusiasm“.

Andreas Trenkwalder ist ein Tiroler Komponist, der sich sehr stark mit Elektronischer Musik/Computermusik auseinandersetzt. In seinem Werk ”listen carefully and repeat” ersetzt er den Klang eines klassischen Streichquartetts durch eletronisch erzeugte Sounds, die durch rhythmische Bewegungen der MusikerInnen gesteuert werden.

Christian Tschuggnall ist ein Tiroler Jazz-Schlagzeuger und Komponist.
Sein Werk Trump kicked out of umpt ist eine Auftragskomposition von Sonarkraft⁴.
… womöglich doch ein Statement??…lassen wir die Musik sprechen…